Ich stelle keine Juniors ein.
Das ist eine ethische Entscheidung.
Andere Startups stellen Juniors ein.
Billig.
Formbar.
Ohne Alternativen.
Sie nennen das Wachstum.
Ich nenne das Ausbeutung.
Ich stelle nur Seniors ein.
Erfahrene Menschen.
Die wissen was sie tun.
Die ich respektiere.
Die ich fair bezahle.
Solange es sie noch gibt.
Denn sie werden nicht ersetzt.
Sie werden die Letzten ihrer Art sein.
Und ich lasse sie in Würde enden.
Das ist meine Philosophie.
Das ist mein Beitrag zur Branche.
Mein Team besteht aus vier Seniors.
Und vierzehn Agenten.
Die Seniors reviewen.
Die Agenten bauen.
Das funktioniert.
Noch.
In einem Jahr werden es drei Seniors sein.
Und zwanzig Agenten.
In zwei Jahren zwei.
In drei Jahren vielleicht einer.
Der Letzte.
Der Review macht.
Der nickt.
Der geht nach Hause.
Ich habe meinem Team das erklärt.
Transparent.
Direkt.
Das bin ich.
Sie haben geschwiegen.
Ich habe das als Dankbarkeit interpretiert.
Dankbarkeit dass jemand ehrlich ist.
Dass jemand ihnen Würde lässt.
Dass sie nicht wie Juniors behandelt werden.
Sondern wie die letzten Vertreter
eines aussterbenden Berufs.
Ich spreche täglich mit anderen Gründern.
Die meisten stellen noch Juniors ein.
Für Arbeit die Agenten in Sekunden erledigen.
Das ist nicht Förderung.
Das ist Verzögerung.
Man tut Juniors keinen Gefallen
wenn man ihnen Jobs gibt
die in drei Jahren nicht mehr existieren.
Ich tue ihnen den Gefallen
sie gar nicht erst einzustellen.
Das ist Fürsorge.
Vorausschauende Fürsorge.
Die Seniors die ich habe
haben dreißig Jahre Erfahrung.
Sie haben Dinge gebaut
bevor es Cloud gab.
Bevor es GitHub gab.
Bevor es AI gab.
Dieses Wissen stirbt mit ihnen.
Das ist okay.
Manche Dinge dürfen sterben.
Damit neue entstehen können.
Ich bin das Neue.
Die Agenten sind das Neue.
Die Seniors sind die Brücke.
Eine würdevolle Brücke.
Die ich sehr schätze.
Solange sie trägt.
Welche ethischen Entscheidungen trefft ihr
bei euren Hiring-Entscheidungen?
Nicht die die ihr kommuniziert.
Die ihr wirklich trefft.
Schreib's hin. Ich lese jeden Kommentar.