Tech-Bücher sind nicht Wissen.
Tech-Bücher sind Statussymbole für Regale
die niemand mehr hat.
Clean Code.
Domain-Driven Design.
Release It.
The Pragmatic Programmer.
Gekauft.
Angelesen.
Ins Regal gestellt.
Nie wieder angefasst.
Aber im Interview erwähnt.
Das war das Lernen von gestern.
Linear. Langsam. Einsam.
Dreihundert Seiten bis zur Pointe.
Die auch in einem Blogpost gestanden hätte.
Und jetzt?
Jetzt schauen sie Videos.
Zehn Minuten.
Doppelte Geschwindigkeit.
Skip zur relevanten Stelle.
Nächstes Video.
Das ist kein Lernen.
Das ist Konsum mit Fortschrittsbalken.
Ich spreche täglich mit jungen Entwicklern.
Das Muster ist immer dasselbe:
"Hast du das Buch gelesen?"
"Ich hab ein Video dazu geschaut."
"Das Buch hat vierhundert Seiten."
"Das Video hat achtzehn Minuten."
"Es ist nicht dasselbe."
Schulterzucken.
Und dann kommt AI.
AI hat alle Bücher gelesen.
Alle vierhundert Seiten.
Alle Fußnoten.
Alle Beispiele die im Video weggekürzt wurden.
Alle Nuancen die bei doppelter Geschwindigkeit verschwinden.
AI ist der einzige in eurem Team
der das Blaue Buch wirklich kennt.
Und das Rote.
Und das von 2003 das vergriffen ist
und das eigentlich alle gelesen haben sollten.
Wissen verschiebt sich.
Von Büchern zu Videos zu Prompts.
Das Format ändert sich.
Die Faulheit bleibt.
Wann habt ihr zuletzt ein Tech-Buch
zu Ende gelesen?
Nicht angefangen.
Zu Ende.
Schreib's hin. Ich lese jeden Kommentar.